Johanna ÍS 159
Erbaut im Jahr 1929 in Bolungarvík von Fali Jakobsson, einem Bootsbauer aus Kví. Jóhanna wurde für (Einar) Ágúst Einarsson aus Dynjandur erbaut und ist seit jeher nach diesem Ort benannt.
Laut Tonnagezertifikat wird ihre Verdrängung auf 2,72 Tonnen und ihre Länge zwischen den Masten, wie im Schiffsregister angegeben, auf 24 Fuß oder etwas über 7 Meter geschätzt. Die Jóhanna ist aus Eiche und Kiefer gebaut.
Gunnlaugur Á. Finnbogason, der letzte Besitzer der Jóhanna, übergab sie 1991 dem Westfjords Museum zur Konservierung. Ágúst Einarsson wurde 1903 in Dynjandur geboren und war somit erst 26 Jahre alt, als er Fal mit dem Bau des Bootes beauftragte. Zunächst fischte er von Dynjandur aus, bis er 1932 nach Sæból in Aðalvík und später nach Hesteyri zog. Bis 1947 blieb er nördlich von Djúpur, bevor er nach Ísafjörður umzog. Ágúst war stets der Vorarbeiter seines Bootes und ruderte zum Fischfang. Er fischte bis zu seinem Tod auf See, zuletzt mit seinem Schwiegersohn Helgi Hjartarson. Ágúst starb 1990.
Falur Jakobsson wurde 1872 in Þaralátursfjörður auf Hornstrandir geboren. Er lebte auf seinem Bauernhof in Barðsvík und arbeitete dort als Zimmermann, bis er 1906 seine Frau bei der Geburt verlor. Daraufhin zog er nach Horni und ein Jahr später nach Bolungarvík bei Ísafjarðardjúp. In seinen ersten Jahren in Bolungarvík betrieb Falur eine Tischlerei zusammen mit Jóhann Bjarnason, einem Bootsbauer und ehemaligen Vorsitzenden. 1912 gründete er seine eigene Werkstatt, und schon bald traten seine Söhne Jakob und Sigmundur in den Betrieb ein. Alle drei waren außerordentlich fleißig und einfallsreich. Falur starb 1936.
Die Jóhanna ist ein gutes Beispiel für einen kleineren Trill, der für die Bedingungen in der Tiefsee von Ísafjörður geeignet war. Diese „falschen Boote“ galten als ausgezeichnete Seeschiffe und waren von außergewöhnlicher Schönheit. Sie waren leicht gebaut, aber durch deutlich dichtere, aber dünnere Gurte als üblich erheblich verstärkt. Form und Konstruktion der Boote waren so ausgelegt, dass sie nach jeder Fahrt an Land gebracht werden konnten, was notwendig war, da es keine Häfen gab. Ihre Ladekapazität war erstaunlich und bekannt. „Diese leicht gebauten, tiefbodigen Saugboote sprangen auf alles, was ihnen in den Weg kam“, sagt Einars saga Guðfinnsson in Bolungarvík. Gunnlaugur Finnbogason, ein Reeder aus Ísafjörður, schenkte das Boot dem Museum.
Magnús Alfreðsson, ein Zimmermann in Ísafjörður, war allein für die Reparaturen an Jóhanna verantwortlich.

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